Blaues Wunder in Oregon

Oregons Landschaft ist so vielfältig wie spektakulär: mächtige Schluchten, bizarre Felsen, mystische Wälder, rauschende Wasserfälle, die wilde Küste und der mit 594m tiefste See der USA. Der Crater Lake im gleichnamigen Nationalpark bildete sich vor rund 7.700 Jahren nach dem Einsturz des Vulkans Mount Mazama. Der entstandene Krater im schlafenden Vulkan füllte sich mit Regen- und Schmelzwasser und schuf einen tiefen azurblauen See mit der Insel Wizard Island. Die tiefblaue Farbe des Sees begründet sich einzig durch die Reinheit seines Wassers.

Die Giant Prismatic Spring in Wyoming

Blau, orange, gelb, rot, grün: Die Giant Prismatic Spring im Yellowstone National Park ist die größte heiße Quelle der USA und die drittgrößte der Welt. Ihr Farbenspiel lässt sich auf pigmentierte Bakterien im Wasser sowie Algenmatten zurückführen. Das heiße Quellwasser mit seiner besonderen Zusammensetzung bringt die Farben zum Leuchten. Auch die Temperatur beeinflusst die Farbgebung: Während im Sommer Orange und Rot dominieren, erstrahlt sie im Winter in Grüntönen.

Sumpfland auf der Insel Oléron

Grün, grüner, Oléron. Die zweitgrößte französische Insel und die auf dem Festland liegenden Gemeinden des Bassin de Marennes beherbergen eines der wichtigsten Feuchtgebiete Frankreichs. 40% der Fläche von Oléron sind von Moor bedeckt. Vom Menschen geschaffen, wurde hier jahrhundertelang das kostbare Salz hergestellt, welches zur Konservierung von Lebensmitteln nötig war, bevor ab dem 18. Jahrhundert auf Austernzucht umgestellt wurde. Heute sind die Sumpflandschaften ein fragiles Ökosystem, welches es zu schützen gilt.

Shades of Grey im Fichtelgebirge

Geografen beschreiben die Landschaft des Fichtelgebirges gern als „Steinernes Hufeisen“. Die Höhenzüge aus grauem Granit bilden die Form eines nach Nordosten geöffneten Hufeisens. Rund 40% der Fläche besteht aus Granit und so meinte schon Johann Wolfgang von Goethe, als er 1785 zum ersten Mal das Fichtelgebirge besuchte: „Der Granit lässt mich nicht los“. In diesem Steinreichtum findet sich sowohl für aktive als auch erholungssuchende oder geschichtsinteressierte Urlauber das passende Erlebnis: vom Felsenlabyrinth über Rad- und Wandertouren bis hin zu Besucherbergwerken.

Blütezeit in der Südsteiermark

Im Frühsommer färbt der Lavendel die Hügellandschaften der Südsteiermark hellblau bis zartviolett. Auf dem Biohof Wunsum bewirtschaftet Theresia Heigl-Tötsch seit acht Jahren das größte Bio-Lavendelfeld der Steiermark mit über zwei Hektar Anbaufläche. In der hofeigenen Manufaktur wird der Lavendel nach der aufwendigen Ernte mit einem chinesischen Tee-Erntegerät getrocknet, gerebelt, gesiebt und schließlich zu über 120 verschiedenen Produkten wie Seifen, Marmeladen und Teespezialitäten verarbeitet. Beim jährlichen Lavendelfest erhalten Gäste Einblicke in die Produktion.

Wasserfall mit Anstrich auf La Palma

Der Cascada de Los Colores („Wasserfall der Farben“) befindet sich im Nationalpark Caldera de Taburiente auf La Palma. Dieser kleine Wasserfall, der je nach Regenmenge auch ausgetrocknet sein kann, ist vor allem aufgrund seiner Farbnuancen bekannt. Diese entstehen durch die mineralhaltigen Gesteine und das mineralhaltige Wasser, das hier hinunterfließt. Auf einer Länge von elf Kilometern führt ein Wanderweg an diesen farbenfrohen Ort, der in einem riesigen halbkreisförmigen Erosionskrater im nördlichen Zentrum der Kanareninsel liegt.

Philippinische Schokohügel

Dem Mythos zufolge entstanden die Chocolate Hills auf der philippinischen Insel Bohol einst durch eine tragische Liebesgeschichte zwischen dem Riesen Arogo und der sterblichen Häuptlingstochter Aloya. Der Erzählung nach vergoss der Riese nach dem Tod Aloyas überdimensionale Tränen, die zur Hälfte im Boden stecken blieben – und zu den markanten Hügeln wurden, die heute als ewiger Beweis für seine tiefe Trauer stehen. Gerade zum Sonnenauf- oder -untergang bieten die Chocolate Hills einzigartige Fotomotive – nicht zuletzt, wenn sich die rund 1.250 Hügel in den heißen Sommermonaten schokoladenbraun färben.

Koreas gelbes Kleid

Im April hüllt sich Südkorea in einen leuchtendgelben, nach Honig duftenden Teppich. Es ist die Zeit der Rapsblüte. Die gelbe Rapspflanze Yuchae ist das Symbol der Vulkaninsel Jeju und so finden sowohl dort als auch in anderen Städten anlässlich ihrer Blütezeit Blumenfeste statt. Die größte Sammlung von Yuchae-Blumenbeeten in Korea findet sich in Busan, genauer gesagt im Daejeo Ecological Park am Fluss Nakdong. Die Blumenbeete in Koreas zweitgrößter Stadt erstrecken sich in dieser Zeit auf über 760.000m2; Besucher erkunden in Feldlabyrinthen und auf Blumenpfaden das Spektakel.

Rotes Land im Northern Territory

100m ragen sie in die Höhe, die imposanten Felswände des Kings Canyon im Watarrka-Nationalpark im australischen Bundesstaat Northern Territory. Aber nicht nur hier zeigt sich die Farbe Rot in ihren zugleich sanftesten und intensivsten Tönen und Schattierungen. Auch im Uluṟu-Kata Tjuṯa National Park, auf dem Larapinta Trail und in verschiedenen anderen Parks dominiert Rot. Eine besondere Augenweide, insbesondere bei Morgen- und Abendlicht, ist zudem der rote Sand in der Halbwüste, dem Red Centre des Northern Territory. Bester Ausgangspunkt für eine Erkundung dieser Region ist die Outback-Stadt Alice Springs.

Tokios farbenfrohe Blumeninsel

Nur zwei Fährstunden von Japans Hauptstadt Tokio entfernt beeindrucken die Izu-Inseln mit smaragdgrünem Wasser und unberührter Natur. Wenn der Frühling auf der Insel Hachijojima eintrifft, dann auf imposante Weise, denn dann zeigen sich die unzähligen Freesien in voller Blüte. Ein farbenprächtiger Blumenteppich aus Rot-, Gelb-, Lila- und Rosatönen liegt dem Berg Hachijo Fuji zu Füßen und erfüllt die Luft mit einem lieblichen Duft. Die Blütezeit der mehr als 350.000 Freesien reicht von März bis April. Besucher können während dieser Zeit durch die malerischen Blumenfelder wandeln und die Farbpracht auf sich wir-ken lassen.