Fluggesellschaften bieten ihren Fluggästen heute längst Internet über den Wolken an, damit auch lange Strecken wie im Flug vergehen. Und liegen damit im Trend, wie eine jährliche checkfelix-Umfrage zeigt: Für 6% aller Befragten ist das WIFI-Angebot an Bord sogar bei der Buchung ausschlaggebend - Trend jährlich steigend.

checkfelix.com hat den Kostencheck gemacht und klärt auf, wo Fluggäste möglichst wenig für „WIFI in the Sky“ zahlen müssen. „Obwohl Passagieren, speziell auf Langstrecken, an Bord meistens Inflight-Entertainment zum Zeitvertreib zur Verfügung steht, wollen viele Fluggäste auch über den Wolken mit ihren Liebsten verbunden bleiben, Mails beantworten können oder einfach nur im Internet surfen“, so John-Lee Saez von checkfelix.

Das lassen sich Airlines natürlich gerne mal mehr, manche aber auch mal weniger kosten

Preischeck über den Wolken

Wie bei der Buchung eines Flugtickets gibt es auch bei der Auswahl des Internet-Pakets häufig mindestens drei Pakete zur Auswahl: Die kleinen Pakete mit niedrigen inkludierten Datenmengen fürs Messaging, mittlere Modelle, mit denen auch mal eine Website besucht werden kann, ohne nach wenigen Sekunden am Datenlimit zu kratzen, und Premium-Pakete, die sogar das Streamen von Filmen erlauben – jedoch auch dementsprechend teuer sind.

Weiterhin bestehen Unterschiede hinsichtlich der Länge des Fluges, wobei festgehalten werden kann, dass die Internetverbindung auf langen Flügen durchschnittlich teurer ist. Zu guter Letzt muss das Flugzeug über die entsprechende Ausstattung verfügen, die Passagieren das Surfen ermöglicht. Gute Nachrichten: Immer mehr Fluglinien erneuern ihre Flotten und statten sie mit dem nötigen Equipment für WIFI aus. Welche Airlines wie mit WIFI ausgestattet sind, können Fluggäste den jeweiligen Webseiten entnehmen.

Tipp: Datenverbrauch minimieren

Hat man sich für ein Datenpaket entschieden, heißt es aufgepasst: Kaum eingeloggt ins Flugzeug-WIFI sorgen im Hintergrund aktualisierende Apps und empfangene Nachrichten per Mail und Co dafür, dass das Datenvolumen ganz schnell wieder aufgebraucht ist. Gerade Pakete mit niedrigem Volumen laufen dabei Gefahr, ohne eigenes Zutun innerhalb weniger Augenblicke verbraucht zu sein. Von daher sollten Interessierte vor Inbetriebnahme des Internets an Bord jegliche Dienste und Hintergrund-Aktualisierungen deaktivieren, die nicht benötigt werden.

Zur Info: Ein Post bei Instagram verbraucht 1,5 – 5MB, ein YouTube-Video 2 – 8MB pro Minute – das Abrufen von Mails (ohne externe Inhalte und Bilder knapp 50KB) und das Versenden einer Textnachricht (rund 10KB) sind hier eindeutig sparsamer.

Vielsurfer? Hier gibt es gratis Internet im Flugzeug

Die norwegische Billig-Airline Norwegian bietet Urlaubern unlimitierten Gratis-Internetempfang über den Wolken. Voraussetzung hierfür: Das Flugzeug muss, logischerweise, mit WLAN ausgestattet sein. Ob dies der Fall ist, erfahren Passagiere bei Norwegian spätestens beim Online-Check in. Auch bei Emirates profitieren Gäste von kostenfreiem Internet an Bord: 20MB Datenvolumen sind zwei Stunden nach der ersten Anmeldung frei verfügbar. Weitere Datenpakete müssen vom Fluggast nachgekauft werden. Bei Air France/KLM kommen die Passagiere ebenfalls in den Genuss kostenfreien Internets: Der „Message“-Pass berechtigt zum kostenlosen Versand von Nachrichten über Messaging-Apps.

Hier gibt es kein Internet an Bord

Auch wenn immer mehr Airlines ihre Flugzeuge mit WLAN ausstatten: Nicht immer steht auch eine Internetverbindung zur Verfügung. Fluggesellschaften wie Condor lassen ihre Gäste über das kabellose Netzwerk „nur“ Filme streamen oder Informationen über den Flug abrufen. Gänzlich in die Röhre schauen Internet-Suchende unter anderem bei Wizzair und Ryanair-Tochter Lauda: Hier wird gänzlich auf Services via WLAN verzichtet.

Digital Detox in 30.000 Fuß

Schlussendlich müssen Reisende selbst wissen, wie viel Geld sie für Internet im Flugzeug bereit sind zu zahlen. Passagiere, die während des Fluges arbeiten müssen und deshalb auf Internet angewiesen sind, werden für Datenpakete auch gerne zahlen. Urlauber hingegen, die im Zweifelsfall lediglich die Flugzeit überbrücken müssen, können sich im Regelfall auf gut sortiertes Inflight-Entertainment verlassen und sich nach der Ankunft bei den daheimgebliebenen Liebsten melden, denn: Für ein paar Stunden nicht erreichbar zu sein, hat selten jemandem geschadet.