Wie die Genussinsel Sylt schmeckt

Sylt ist ein Paradies für Familien und Individualreisende, für Naturliebhaber:innen, Sport- und Kulturinteressierte sowie Genießer:innen. Sterne-Restaurants, Kioske, Fisch- und Muschelbetriebe, Bäckereien, Käsemacher und sogar Winzer tragen zum kulinarischen Erlebnis bei. 

Auf fast 100km2 gibt es imposante Steilküsten, majestätische Kliffe, wandernde Dünen, amphibisches Wattenmeer, salzige Wiesen, blühende Heide, traumhafte Strände und brausende See sowie zwölf Orte mit unterschiedlichem Charme. Eine gute Basis für eine kulinarische Vielfalt gepaart mit Qualität und Kreativität, egal ob im Strandbistro oder Gourmetrestaurant. "Unser großes Kapital ist die Natur. Es ist nicht alles 'schön und reich'. Sylt ist vielmehr das, was du daraus machst", sagt Moritz Luft, Geschäftsführer Sylt Marketing. "Es gibt kaum einen anderen Ort, wo auf 100km² so viele unterschiedliche Interessen zusammentreffen. Neben den vielen Veranstaltungen ist ein extremes Highlight, dass man das ganze Jahr ins Wasser gehen kann." Auf Sylt sollten sich alle wohl fühlen: "Nicht nur der klassische Bade-/Strandurlauber, allein wegen des typischen Nordseewetters und der Wassertemperatur von maximal 22 Grad. Sylt ist geeignet für Gäste, die Coolcation suchen, Natur, raue Brandung, Outdoor-Urlaub und Aktivitäten in der Natur", "Dazu haben wir einen Schwerpunkt auf Genuss gelegt. 'Junge Wilde' bereichern das Kulinarik-Angebot um einen kreativen Aspekt. 

200 Lokalitäten

Mehr als 200 Lokalitäten sorgen für eine enorme gastronomische Vielfalt und Dichte. Ganz oben auf den Speisekarten stehen zumeist regionale Produkte aus den Meeres- und Kräutergärten der Insel: Austern aus List, Kräuter von den Morsumer Wiesen, Miesmuscheln aus der Nordsee etc. Frische und hochwertige Produkte aus der Region, zubereitet von Meister:innen der Kochkunst lösen bei Feinschmeckern kollektive Gaumenfreuden aus und stoßen beim Verein „FEINheimisch“ auf breite Zustimmung. Sternekoch Holger Bodendorf („Landhaus Stricker“) ist seit vielen Jahren Mitglied bei dem Verein für regionale Ess- und Kochkultur. Zur Vielfalt gesellt sich Klasse: Die Sylter Botschafter des guten Geschmacks punkten regelmäßig bei den gestrengen Kritikern internationaler Feinschmecker-Bibeln. 

Insgesamt leuchten fünf Michelin-Sterne am Sylter Gourmethimmel. Der Söl’ring Hof in Rantum ist mit zwei Sternen auch künftig das Maß aller Dinge. 1993 hatte Johannes King den ersten Stern für das Rantumer Restaurant erkocht, 2004 den zweiten und seither verteidigt. Anfang 2022 übergab er die Leitung an seinen langjährigen Küchenchef Jan-Philipp Berner. Jeweils einen Stern erkochten sich in den Vorjahren Felix Gabel vom Kai 3 im Hörnumer Budersand und Holger Bodendorf vom Bodendorf’s im Tinnumer Landhaus Stricker. Auch das Tipken’s by Nils Henkel im Severin*s Resort & Spa in Keitum ist mit einem Stern ausgezeichnet. 

Der Restaurantführer Gault&Millau vergibt Kochhauben statt Sterne. Spitze ist auch hier der Söl´ring Hof. Mir vier schwarzen Kochhauben wurde das Restaurant auf der Rantumer Düne mit seinem Küchenchef Jan-Philipp Berner ausgezeichnet. Das Haus habe, so steht es in der Bewertung „einen einzigartigen Stil etabliert.“ Dazu gehörten neben der offenen Küche hochwertige Produkte und exzellente Weinberatung. Außerdem seien „kulinarische Überraschungen inklusive“. Neu in der Auflistung des „Gault&Millau“ sind das Bodendorfs (drei schwarze Hauben) und das ebenfalls im „Landhaus Stricker“ beheimatete Siebzehn84 (zwei schwarze Hauben) sowie das Bistro im Hotel Stadt Hamburg (eine schwarze Haube). Ihre herausragende Bewertung verteidigten das „Kai3“, Gourmetrestaurant des Golf- und Spa-Hotels „Budersand“ in Hörnum (drei rote Kochhauben), das „JM“ im „Hotel Jörg Müller“ (zwei schwarze Hauben) sowie das „Hardys“ im „Hotel Stadt Hamburg“ und das „Tipkens by Nils Henkel“ im „Severins Resort & Spa“ mit je einer roten Haube.

Salz, Bier und Muscheln

Sylt bietet auch Raum für kulinarische Refugien der Freiheit. Alexandro Pape zum Beispiel: Seit gut zehn Jahren ist der Spitzenkoch auch Salzbauer und gewinnt mittels eines einzigartigen Verfahrens Salz aus dem Wasser der Nordsee. Aus dem reinen Kondensat, das bei der Salzgewinnung übrigbleibt, braut er Bier. Außerdem fertigt er in seiner Sylter Genussmacherei Pasta-Spezialitäten und betreibt mit der „Kochinsel“ ein hochmodernes Kochstudio.

 In Deutschlands einziger Austernzucht reifen alljährlich bis zu einer Millionen Austern zur Konsumreife heran, die unter der Bezeichnung „Sylter Royal“ europaweit vertrieben werden. Seit 1986 kultiviert Dittmeyer‘s Austern Compagnie auf einer ca. 30ha großen Fläche in der Blidselbucht vor List bis zu zehn Millionen der schmackhaften Schalentiere. In reißfesten Kunststoffsäcken, so genannten „Poches“, werden jeweils 150 bis 500 Stück der Austernsetzlinge auf langen Eisengestängen befestigt. Bis zu fünf Jahren dauert es dann, bis die Auster Fleisch und Schale ansetzt und vom Setzling mit 0,1 Gramm zum marktreifen Gewicht von ca. 80 Gramm heranreift. 

Sie ist blauschwarz, bis zu 8cm roß und eine Delikatesse: Während die Sylter Auster in aller Munde ist, spielt die Miesmuschel bisher keine so große Rolle. Zu Unrecht, findet nicht nur Muschelfischer Jan Schot, der im Hörnumer Hafen zudem das Muschel-Bistro betreibt. Ähnlich wie die Austernfischerei ist auch die Muschelfischerei im Nationalpark Wattenmeer vor Hörnum an strenge Auflagen geknüpft. 

Weinland Sylt

Sylt hat auch zwei Weinberge. Seitdem sich Schleswig-Holstein 2009 mit insgesamt 10ha in die Reihe der weinbautreibenden Länder einreihte, wächst in Keitum auf zwei Flächen Deutschlands nördlichster Wein. Auf einer 7.000 Quadratmeter großen Fläche, die 54 Grad nördlicher Breite und 10m über Seehöhe liegt, pflanzten drei Sylter Rebstöcke der weißen Sorte Solaris und kellerten bereits nach zwei Jahren ihren ersten eigenen „Sölviin“. Der Sylter Spitzenkoch Jörg Müller und sein Schwiegersohn, Sommelier Ben Müller-Birkholz, haben die Bewirtschaftung der nördlichsten Weinanbaufläche Deutschlands übernommen. Auf dem benachbarten unteren Weinberg wachsen unter der Regie des Rheingauer Winzers Christian Ress seit rund zehn Jahren ebenfalls Reben der Sorte Solaris – zunächst für den „Söl’ring“-Wein, seit dem Jahrgang 2019 entsteht der „Söl’ring“-Sekt.  

Weitere Kulinarik-Tipps

  • Bäckerei Lund in Hörnum (z. B. Sauerteigbrot, Friesentorte)
  • Kiosk Tofree in Tinnum
  • Zur goldenen Möwe, Surfer-Deli in Westerland
  • Sylter GenussMacherei in List
  • Käseklub in Keitum
  • King's Sylster Manufaktur in Keitum
  • Sylter Schokoladenmanufaktur in Tinnum

Mit Direktflug auf die Insel

Austrian Airlines erweitert im Sommer 2026 das Angebot zur deutschen Nordseeinsel und fliegt ab Mai zwei Mal wöchentlich nach Sylt. Die Verbindung wird von 13. Mai bis 12. September jeweils mittwochs und samstags angeboten. Der Abflug ab Wien Richtung Sylt erfolgt mittwochs um 15:15 Uhr; samstags um 08:00 Uhr ab. Zurück nach Wien geht es dann jeden Mittwoch um 17:45 Uhr sowie jeden Samstag um 10:30 Uhr. Zum Einsatz kommt die Embraer 195-Flotte, die Flugzeit beträgt rund 1:45 Stunden.

Informationen zu Sylt: www.insel-sylt.de