Viljandi, Haapsalu, Pärnu und Kuressaare sind keine Großstädte, haben aber jede Menge zu bieten: Lage am Wald oder Wasser, kulinarische Vielfalt und historisches Erbe.

Der Zauber lauer Sommertage: Viljandi

Zwischen Wald und Hügeln im Herzen Estlands gelegen, verzaubert die historische Hansestadt Viljandi mit Parks, Brunnen, Aussichtspunkten, lebendiger Kulturszene und entspanntem Charme. Im Juli verbindet eines der größten baltischen Festivals für Folk Music im Schlosspark und in der Altstadt Tradition, Kulturerbe und Festtagsstimmung - ein für diese Stadt typischer Grenzgang zwischen Historie und Gegenwart.

Kunsthandwerk und Inneneinrichtung sind im Museum für häusliches Leben in einem Schulgebäude aus dem 19. Jahrhundert zu sehen, während die in einer historischen Scheune gelegene Galerie Rüki mit ihrer Sammlung zeitgenössischer Kunst den Bogen zur Postmoderne schlägt. Viljandis kreative Gastro-Szene reicht von der Bio-Bäckerei mit Café bis zum veganen Restaurant. Und an heißen Sommertagen bietet der See Viljandi mit der Lage in einem lieblichen Tal, mit Strand und Cafés Abkühlung - ebenso wie die Natur-Pools im Fluss Kösti.

Nostalgie und cooles Flair am Meer: Haapsalu

Schon die russischen Aristokraten liebten Haapsalu, das malerische Kur- und Küstenstädtchen im Westen Estlands, und schöpften bei Bädern im Heilschlamm Kraft. Der Zar persönlich schlug den Bau eines Bahnhofs vor, um Haapsalu leichter erreichen zu können. Mit der prachtvollen Promenade und der verspielten Holzarchitektur des 19. und frühen 20. Jahrhunderts ist das 14.000 Einwohner-Städtchen auch für die Augen eine Wohltat - besonders im Sommer, wenn die Sonne das am Wasser gelegene historische Kurhaus bis zum späten Abend in goldenes Licht taucht.

Dann eröffnet im schwelgerischen, strahlend weißen Bau ein Restaurant mit Cocktail-Bar und herrlicher Aussicht aufs spiegelglatte, mit Inseln gesprenkelte Meer. Das Café Dietrich versetzt seine Gäste mit seinem liebevoll gestalteten Interieur in die Ära von Estlands erster Unabhängigkeit vor hundert Jahren. Die Küche verbindet Vergangenheit und Gegenwart - vom Schnitzel mit Kartoffelsalat aus baltisch-deutschen Tagen bis zum fangfrischen Fisch.

Dolce Vita in der Bucht von Pärnu

Estlands traditionelle Sommerhauptstadt ist das ultimative Sommerziel nicht nur für die Bewohner Tallinns, die im Sommer seit jeher ihr Leben nach Pärnu verlagern. Hervorragende Wellness-Einrichtungen, feinsandiger Strand, Restaurants, Bars und ein 18-Loch-Golfplatz an einem der schönsten Strände in der Bucht von Pärnu bieten ideale Bedingungen für abwechslungsreiche Urlaubstage.

Mit historischer Architektur, dem schicken Yachthafen und reichem Kulturprogramm besitzt Pärnu jede Menge Flair. Gourmet-Restaurants wie das im historischen Badehaus ansässige Raimond und Cafés wie das für sein farbenprächtiges Interieur preisgekrönte Supelsaksad bürgen für höchste Lebensqualität.

Auch die Übernachtungsmöglichkeiten sind vielfältig. Wer in die Natur eintauchen möchte, kann sich in den wie Hängematten zwischen Baumstämme gespannten Zelten von Seikle Vabaks vom Flüstern des Windes in den Schlaf singen lassen - ein unvergessliches Sommererlebnis.

Hochzeiten und Sonnenschein: Kuressaare

Die Hauptstadt der wunderschönen Ostseeinsel Saaremaa besitzt gleich zwei attraktive Kernkompetenzen: Hochzeiten und Sonnenschein. Tatsächlich bescheinigt der Wetterdienst Kuressaare die meisten Sonnenstunden in Estland. Unterstützt wird sie durch zahlreiche Sonnenblumen, die mit ihr um die Wette leuchten. Kein Wunder also, dass die Inselhauptstadt auch als Hochzeitskulisse besonders beliebt ist.

Besonders romantisch ist sie zudem. Ihre im 13. und 14. Jahrhundert erbaute Burg gilt als die besterhaltene im ganzen Baltikum und bietet ein perfektes Ziel nicht nur für Hochzeitsfotos, sondern auch für sommerliche Erkundungen. Das wehrhafte Kastell ist heute eine Hochburg der Kultur. Der Burghof verwandelt sich während der Operntage in eine Bühne für hochkarätige Operninszenierungen. Das historische Museum in der Burg illustriert, wie das Leben hier vor 1.300 Jahren aussah.

Weitere Informationen unter: www.visitestonia.com