Mardin-Biennale führt zum "Himmelsboden"

Die 2010 ins Leben gerufene Biennale von Mardin stellt die historische Stadt im Südosten Anatoliens ins Schaufenster zeitgenössischer Kunst - in diesem Jahr mit Werken mit Himmelsbezug. 

Zur 7. Auflage der Veranstaltung, die noch bis 21. Juni läuft, präsentieren bei der Biennale von Mardin über 40 Künstler:innen aus 20 Ländern inspirierende Werke mit Himmelsbezug. Die Veranstaltung in der Türkei wird von der künstlerischen Direktorin des Istanbul Modern Museums, Çelenk Bafra, kuratiert und soll das kulturelle Erbe der Region, den türkischen Teil des alten Zweistromlandes Mesopotamien aufzeigen, darunter Orte wie die antike Stadt Dara, das Deyrulzafarn-Kloster oder das Ateş Beyler Hammam.

Himmelpflaster und Steinarchitektur

Unter dem Motto "GÖKzemin" (Skyground/Himmelsboden) lädt Kuratorin Çelenk Bafra Besucher:innen  zu einer Reise durch Himmel und Erde, Individuum und Kollektiv, Vergangenheit und Zukunft. Neben Kunstwerken bietet das Programm auch Workshops, Lesungen, Vorträge und Konzerte.

Mardin war seit der Antike ein Knotenpunkt von Handelsrouten, bewohnt bis heute von aramäischen Christen. Die Millionenstadt am Rande der mesopotamischen Tiefebene gleicht heute einem Freilichtmuseum, sie spiegelt das vielschichtige Erbe des oberen Zweistromlandes wider, das über die Jahrtausende von Dutzenden Kulturen geprägt wurde. Zu den meistbesuchten Denkmälern zählen die Große Moschee, das Kloster Deyrulzafaran, die Mor-Behnam-Kirche, die Zinciriye-Madrasa und die Kasımiye-Madrasa. Ganz in der Nähe liegt das Kloster Mor Gabriel in der Altstadt Midyat und Dara – oft als "Ephesus Mesopotamiens" bezeichnet.

Informationen

• Anreise: per Direktflug von Istanbul, Ankara, Izmir und Antalya (ca. 2 Stunden)

• Programm Biennale: en.mardinbienali.org