Flandern: Wiedereröffnung & special Selfie Spots
GENT
Das Design Museum Gent hat am 3. Oktober 2026 wieder seine Türen geöffnet. Im Herzen der Stadt verbindet das neu konzipierte Museum historische Bausubstanz mit einem markanten neuen Flügel. Entworfen von Carmody Groarke, ATAMA und RE-ST, umfasst das Ensemble rund 6.500m².
Der 2.200 m² große Neubau verbindet die bestehenden Gebäude und öffnet das Museum mit großzügigen, frei zugänglichen Bereichen zur Stadt. Holz und mehr als 82.000 lokal produzierte „Gent Waste Bricks“ prägen die Architektur und verbinden zeitgenössisches Design mit zirkularem Bauen.
Zur Wiedereröffnung zeigt das Museum rund 500 Objekte aus seiner Sammlung von 24.000 Werken, darunter 40% erstmals öffentlich. Ergänzt wird die Präsentation durch die Ausstellungen „Public Matter(s): Design and Democracy“ und „CO-LAB“ sowie die KI-Installation „Searcher“.
Jenny Montigny im MSK
Das Museum für Schöne Künste Gent (MSK) widmet seit dem 10. Oktober der Genter Künstlerin Jenny Montigny (1875–1937) erstmals eine umfassende Retrospektive. Die Ausstellung präsentiert ihr vielseitiges Schaffen als Malerin, Pastellistin, Zeichnerin und Radiererin. Im Zentrum stehen die Themen, die Montignys Werk über vier Jahrzehnte prägten: Licht, Farbe und das alltägliche Leben. Zu sehen sind Szenen mit Kindern, Familien und Dorfbewohnern, Landschaften der Leieregion, Blumenstillleben sowie Arbeiten aus ihrer Zeit im Londoner Exil während des Ersten Weltkriegs. Die Schau zeichnet Montignys künstlerischen Weg von Gent über Deurle, wo sie bei Emile Claus Unterricht nahm, bis nach London und zurück nach Belgien nach.
Antwerpen
Vom 15. Oktober 2026 bis 1. Februar 2027 widmet das Museum Snijders & Rockoxhuis in Antwerpen erstmals eine umfassende Ausstellung der Künstlerfamilie Van Hemessen. Im Zentrum stehen Jan van Hemessen und seine Tochter Catharina, deren gemeinsames Wirken neue Perspektiven auf die Kunstproduktion der Antwerpener Renaissance eröffnet. 34 Werke aus 24 internationalen Sammlungen machen das Atelier als Ort gemeinsamer Produktion und künstlerischen Austauschs sichtbar.
Selfie-Spots für blinde und sehbehinderte Menschen

Wie lässt sich ein Selfie vor einer Sehenswürdigkeit auch für blinde und sehbehinderte Menschen zugänglich machen? Mit „Selfie for All“ präsentiert Flandern ein weltweit neues Konzept: 50 taktile Selfie-Spots an touristischen Orten verbinden digitale Navigation, akustische Orientierung und barrierefreies Design. Die Bodenplatten stehen allen Besucherinnen und Besuchern offen und zeigen, wie Inklusion ganz selbstverständlich Teil des Reiseerlebnisses werden kann. Mehr Infos dazu: www.visitflanders.com/de/reiseinformationen/barrierefreiheit/selfie-all



