Entlegenstes Filmfestival der Welt in Island
Filmemacher:innen und Gäste begeben sich beim Hornstrandir Film Festival gemeinsam auf eine Reise durch die raue Landschaft und wandern zwischen abgelegenen Screening-Orten über Berge, durch Fjorde und entlang der Küste. Mitten in der Wildnis zeigen die Festivalmacher vor allem Dokumentarfilme, die sich mit der Natur und dem Verhältnis des Menschen zu dieser befassen.
Das Festival wurde mit dem Ziel gegründet, Kunst und Naturschutz zu verbinden. Es gilt als das abgelegenste Filmfestival der Welt. Die Veranstalter transportieren die gesamte Festival-Ausrüstung zu Fuß und per Boot zu den Vorführungsstellen.
Anspruchsvolle Natur-Dokumetarfilme
Das diesjährige Programm präsentiert visuell anspruchsvolle Natur-Dokumentarfilme. Ein Highlight ist der Film The Forgotten Coast. Inspiriert von über einem Jahrzehnt der Dokumentation isländischer Gletscherflüsse und deren Mündung ins Meer, begleitet der Fotograf Chris Burkard eine 400km lange Expedition entlang eines Flusssystems. Gemeinsam mit zwei Experten überquert er 41 Gletscherflüsse unter anderem mit Fatbikes und Schlauchbooten.
Ein weiterer Programmpunkt mit Island-Bezug ist Under the Arctic Sky. Die Dokumentation begleitet sechs Surfer zu den Küsten Islands. Der Festivalbeitrag Songs of Earth ist eine visuelle Symphonie über Norwegens Natur. Die Regisseurin begleitet ihren Vater durch ein monumentales Tal, in dem Generationen im Einklang mit der Natur lebten. Als einer der Executive Producer des Films fungiert der bekannte deutsche Regisseur Wim Wenders.
Unbewohntes Naturreservat
Das Hornstrandir Naturreservat ist seit den 1950er Jahren unbewohnt und kann nur zu Fuß erkundet werden. Die Region ist ein wichtiges Schutzgebiet für den Polarfuchs und berühmt für ihre über 500m hohen Vogelklippen an der Bucht von Hornvík. Das Projekt finanziert und organisiert sich vollständig über Freiwillige.
Weitere Infos: www.hornstrandirfilmfestival.com/



