Unsere Liebsten: Aussichtspunkte
Empire State Building, New York City
Ich war schon mehrmals in New York… Und bei jedem Besuch stand, geplant oder ungeplant, ein Besuch des Empire State Buildings am Programm. Egal, wie oft man hinauffährt in den 86. oder 102. Stock: Der Ausblick ist jedes Mal einfach berauschend, zuletzt bei Sonnenuntergang an einem Herbsttag. Die Straßenschluchten von Midtown Manhattan, die exakt abgegrenzten Flächen des Central Parks, das Chrysler Building und One World Trade Center, Brooklyn Bridge, East River und Hudson River, der Hafen, die Freiheitsstatue… – ein Bild, das sich nicht ohne Grund Filmschaffenden als Rahmen für mehr oder weniger romantische Szenen darbietet. Open air-360-Grad-Blick bietet das Observation Deck auf Etage 86, hinter Glas befindet man sich auf der 102. Ausstellungen und immersive Erlebnisse warten zudem in den Stockwerken 2 und 80 auf die Gäste. Tickets unbedingt im Vorhinein buchen!
Christiane Reitshammer
Calgary Tower, Alberta, Kanada

Die markante Silhouette des Calgary Tower hebt sich von den Bürohäusern, die in den letzten Jahren in Downtown Calgary wie Schwammerl aus dem Boden schossen, deutlich ab. Donauturmähnlich ragt der Turm, der 1968 erbaut wurde und früher den Namen Husky Tower trug, 191 Meter in den Himmel. Damit war er über 20 Jahre das höchste Bauwerk der Blue Sky City; nun rangiert er auf Platz acht. Vielleicht ist es in der heutigen Zeit auch mal ganz gut, nicht alles von oben herab zu betrachten, und auch aufschauen zu können. Außerdem ist der Blick über die Hauptstadt von Alberta und in die umliegende Weite Kanadas auch von „nicht ganz oben“ überaus beeindruckend. Dieter Putz
Schwebend über Bangkok
Mir wird ja schon beim Zuschauen schwummerig, das Herz pocht bis zum Hals bei diesem Anblick! Lieber bleibe ich ein paar Schritte zurück und so entsteht das Foto von den mutigen KollegInnen, die hier auf dem transparenten Boden – in 310 Metern Höhe – über der Skyline von Bangkok zu schweben scheinen. Zuschauen finde ich sowieso lustiger: Manch coole Besucher wagen sogar ein Tänzchen auf dem luftigen Parkett, andere wiederum setzen anfangs mutig ein paar Schritte auf die glasklare Fläche, doch nach dem Blick in die Tiefe bricht Panik aus. Ich fürchte, mir würde es genauso gehen. „The Peak“ nennt sich dieser Wolkenkratzer, mit 314 Metern das höchste Gebäude in Bangkok. Express-Lifte führen in wenigen Sekunden bis auf Top 78, wo sich die Besucherplattform befindet. Und wer sich nicht auf die gläserne Fläche wagt – so wie ich - findet auf Rooftop 314 eine standfeste Basis, um hier aus luftiger Höhe den atemberaubenden Rundblick über die thailändische Hauptstadt zu genießen. Martha Steszl
The Palm aus der Vogelperspektive

In Dubai gibt es viele spektakuläre Aussichtsplattformen – „The View at The Palm“ ist für mich die eindrucksvollste. Die 360°-Open-Air-Terrasse bietet nicht nur einen Blick auf den Arabischen Golf und Dubais Skyline, sondern – wie der Name schon verrät – vor allem auf Palm Jumeirah, die künstlich angelegte Insel in Form einer Palme, deren Entstehung ich besonders beeindruckend finde. Julia Trillsam
Bambus, Drachenköpfe und Münzen
Der 508 Meter hohe Taipei 101 ist das überragende Wahrzeichen der taiwanischen Hauptstadt. Die Architektur des 101 Stockwerke hohen Turms verknüpft Tradition und Moderne auf charmante Weise. Die Form erinnert an eine Bambusstange mit einzelnen Gliedern, an den Ecken sorgen Drachenköpfe für Schutz vor Unbill jeglicher Art, für die Fassade wurden Anleihen an alten, chinesischen Münzen genommen. Eine 660 Tonnen schwere Kugel fungiert als Dämpfer, der Schwingungen, hervorgerufen durch Stürme oder Erdbeben, ausgleicht. Die Aussichtsplattformen im 86. und 101. Stock garantieren einen atemberaubenden 360 Grad-Rundumblick über die Großstadt mit rund sieben Millionen Einwohnern. Das Erstaunliche: Die Metropole ist auf fast allen Seiten von saftig-grünen Bergen umgeben. Elo Resch-Pilcik
Gleiten über Feenkamine
Kappadokien. Noch im Dunkeln besteigen wir den Heißluftballonkorb, die Flammen der Brenner durchbrechen die Stille der Nacht und tauchen die Umgebung in ein warmes Licht. Lange vor Sonnenaufgang beginnt unser Abenteuer. Langsam hebt der Ballon ab und wir schweben lautlos über die beeindruckenden Feenkamine, tiefe Schluchten und bizarre Felslandschaften. Mit jedem Meter eröffnet sich ein neuer, atemberaubender Blick über das geheimnisvolle Tal. Als die ersten Sonnenstrahlen den Himmel in Gold, Orange und Rosa färben, wirkt die Landschaft wie aus einer anderen Welt. Hoch über Kappadokien spüre ich Freiheit, Abenteuer und einen Moment, der für immer in Erinnerung bleibt.
Martina Ehn
Der Lungau von oben

Der Ausblick von der Speiereck-Hütte lässt mein Herz zu jeder Jahreszeit höher schlagen. Im Winter, wenn der ganze Lungau, ein weites Hochplateau, eingerahmt von fast 3.000 m hohen Bergen, idealerweise unter einer dicken Schneedecke liegt. Im Herbst, wenn die Lärchen noch gelb, der Himmel tiefblau und die gegenüberliegenden Gipfel schon weiß sind. Im Frühling, sobald der Schnee geschmolzen ist und ich meine Mountain-Bike-Touren von der Mauterndorfer oder der St. Michaeler Seite wieder aufnehmen kann und die Landschaft sich in zartes Grün hüllt. Und natürlich im Sommer, wenn nach der schweißtreibenden Bergfahrt zur Hütte auf etwas mehr als 2.000 m Seehöhe ein frischer Wind für Abkühlung sorgt. Einfach schön! Karin Raab
Wow Wachau!
indestens einmal im Frühling und oft nochmals im Herbst zieht es mich in die Wachau. Leider nicht nur mich. Zum Glück habe ich mit meinem Allerbesten vor einigen Jahren das rechte Donauufer entdeckt. Dort, nahe dem kleinen Dorf Unterbergern im Dunkelsteiner Wald, thront die Ferdinand-Warte hoch über der Donau. Der kleine Anstieg wird mit einem Panorama belohnt, das selbst Wandermuffel kurz verstummen lässt: Sanfte Hügel mit Weinterrassen und die schönsten Orte der Wachau liegen tief unten am schillernden Fluss. Ganz links blitzt das Blau der Barockkirche von Dürnstein auf. Der Blick schweift über Loiben und Stein bis nach Krems. Es ist still. Höchstens ein, zwei andere Wanderer freuen sich, die Warte gefunden zu haben. Vielleicht frühmorgens, wenn Nebelschwaden tanzen, oder abends, wenn die Sonne alles in Gold taucht. Mein Tipp: Wachauerlaberl und einen leichten Weißen mitnehmen, hinsetzen, durchatmen – und kurz so tun, als hätte man die Welt im Griff. Hier oben glaubt man es fast. Susanna Hagen
Der Beitrag ist im Print in reisetipps Nr. 36 erschienen.





