Ihr Gefährt war ein „Steyr 100“, der für die anspruchsvolle Strecke adaptiert bzw. verschmälert wurde. Diese Erstbefahrung war zugleich die erste „Überquerung des Tauernmassivs“ mit einem Automobil überhaupt.

Im Herbst 1924 wurde der Wiener Diplom-Ingenieur Franz Wallack damit beauftragt, eine Panoramastraße von Fusch im Salzburger Pinzgau nach Heiligenblut in Kärnten zu planen und zu errichten. Am 30. August 1930 um 9.30 Uhr krachte der erste Sprengschuss in Ferleite. Bis zu 3.000 Arbeiter waren unter schwierigsten Bedingungen am Bau dieses Monuments im Hochgebirge beschäftigt. Die Strecke von Ferleiten über das Hochtor nach Heiligenblut mit dem Steyr 100 dauerte fünf Stunden. Die 12km lange Verbindungsstraße zwischen Nord- und Südrampe wurde buchstäblich über Stock und Stein gefahren.

Ein nationales Monument

In 26 Baumonaten wurden 870.000 Kubikmeter Erde und Fels bewegt, 115.750 Kubikmeter Mauerwerk geschaffen, 67 Brücken gebaut und ein Straßentelefon mit 24 Sprechstellen installiert. Die Arbeiter leisteten 1,8 Millionen Arbeitsschichten. Die Großglockner Hochalpenstraße hatte viele Voraussetzungen zu erfüllen: 3m sollte die Straße breit sein, mit der Option, sie auf 5m zu verbreiten, mit Ausweichen auf Sichtweite, einer Höchststeigung von 12% und mit einer Schotterdecke. Franz Wallack hatte den Anspruch die schönste Panoramastraße der Welt zu errichten.

Ausstellungen zum Thema

Höchstgelegene Automobilausstellung der Welt auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe; geöffnet bis 12. Oktober 2014, täglich von 10-17 Uhr, Eintritt kostenlos.

Messeauftritt Classic Expo Salzburg 2014, 17. Bis 19.10.2014: Messestand der Großglockner Hochalpenstraße Halle 10, Stand 400, Thema: „Erstbefahrung der Großglockner Hochalpenstraße“

Weitere Informationen: www.grossglockner.at (red)