Im Jahr 2017 wurde das Wildnisgebiet Dürrenstein-Lassingtal in Niederösterreich als größter Fichten-Tannen-Buchen-Urwald des Alpenbogens zum UNESCO Weltnaturerbe erklärt. Strengste Naturschutzbestimmungen ermöglichen aber nur einen sehr eingeschränkten Zugang zu diesem seit der letzten Eiszeit vom Menschen unberührten Naturschatz. Das Ökosystem mit den uralten, mächtigen Buchen im 400 Hektar großen Urwald ist äußerst sensibel und darf zum Schutz dem Massentourismus nicht ausgesetzt werden.

Virtual Reality, interaktive Stationen 

Das von den Architekten Maurer & Partner gestaltete Haus macht das Naturjuwel nun einer breiten Öffentlichkeit zugänglich. Die Ausstellung ist Urwald, Wildnis und Wasser der gesamten Region gewidmet und eine Mischung aus modernen Medien, Virtual Reality, interaktiven Stationen und Stationen zum Vertiefen. So machen ein großes Geländemodell in Kombination mit Filmen das Wildnisgebiet erlebbar. Ein Emotionsraum zeigt die vier Jahreszeiten im Urwald. Zwei Aquarien demonstrieren die Auswirkungen des Klimawandels auf dem Lunzer See. Außerdem wird auch ein Bohrkern aus dem Lunzer See zur Schau gestellt und vieles mehr.

„Urwälder sind einzigartige und unwiederbringliche Lebensräume und das Interesse in der Öffentlichkeit daran ungebrochen. Mit dem Haus der Wildnis holen wir den Urwald erstmals ins Museum und ermöglichen den Menschen einen Einblick in diesen sensiblen Lebensraum und das auf eine ganz interaktive Weise dank modernster Technik. So kann man bei uns das Wildnisgebiet aus der Perspektive eines Habichtskauzes erleben und über die Urwälder fliegen oder mittels ‚Röntgen-Tablet‘ in einen Baumstamm hineinblicken und den Urwald im 6D-Erlebnis selbst erfahren“, so Ramona Schmidt, Leitung Haus der Wildnis von den Österreichischen Bundesforsten (ÖBf), die rund 80 % der Flächen in das Wildnisgebiet einbringen. 

Am 23. und 24. Mai ist der Eintritt im „Haus der Wildnis“ zum Kennenlernen frei und bereits vollkommen ausgebucht. Das für die Eröffnung ursprünglich geplante Regionsfest wird am 4. und 5. September 2021 nachgeholt. Mehr Infos: www.haus-der-wildnis.at