Auffällig groß ist diesmal der Anteil der Frauen: 53 von insgesamt 93 Kunstschaffenden aus 16 Ländern sind weiblich. 5.000 Originalkunstwerke - Zeichnungen, Aquarellen, Acryl- und Ölbilder, Fotokunst und Skulpturen - stehen zur Verfügung, dabei ist das Event dem Motto, Kunst für alle erschwinglich zu machen, treu geblieben: Der überwiegende Teil der Arbeiten kostet zwischen 59 und 330 EUR.

Viele neue Werke 

Neben beliebten Kunstschaffenden wie Golif, Sigrid Palmer, Klaus Hollauf oder Juije Horvatic finden sich dieses Jahr 13 interessante Neuzugänge, darunter zehn Frauen, im Programm. Verschiedene Stilrichtungen sowie Lebens- und Berufserfahrungen prägen ihre Werke. Unter ihnen befindet sich etwa die vielfach ausgezeichnete Malerin Brigitte Thonhauser-Merk, die bereits 1962 in der Wiener Sezession ausstellte. Sie begeistert am Kunstsupermarkt u. a. mit floralen, farbenfrohen Kompositionen, die Lebensfreude und große Freiheit ausstrahlen. Oder die Tirolerin Tina Krippels, die für ihre „Mandln“ neben Acrylfarben und weichen Ölstiften Alltagsmaterialien verwendet.

Ekaterina Kormilitsyna hat vor kurzem die Akademie für bildende Kunst in Wien und den Bachelor für „Film Studies“ in London abgeschlossen. Sie arbeitet in erster Linie als „Digital Media Artist“ und hat für den Kunstsupermarkt eine eigene Serie mit expressiver Malerei auf großformatigen, vernähten Leinwänden geschaffen. Basia Bimczok aus Hamburg ist nicht nur Puppenbauerin, sondern malt auch surrealistische Porträts.

Die Französin Helene Fuhs stellt ebenfalls zum ersten Mal in Österreich aus. Sie hat ihr Kunstdiplom in Straßburg erworben und malt im Stil der französischen Symbolisten der 20er Jahre. Marlies Plank, Fotografin und Grafikkünstlerin in Wien, bietet ein breites Spektrum an Fotografien und digitalen Collagen. Sie hat bereits Stoffkollektionen für das Modehaus Valentino und Designs für Ritzenhoff kreiert.

Position der Frauen im Kunstmarkt

Der Kunstmarkt wird weltweit von Männern dominiert. Immer mehr Museen und Galerien bemühen sich mittlerweile, kunstschaffende Frauen in Szene zu setzen. Organisator Peter Doujak dazu: „Frauen sind im Kunstbetrieb nicht gleichberechtigt und müssen oft mehr leisten als Männer. Speziell durch eine Mutterschaft ändert sich vieles; oft fehlt dann die Zeit, sich voll und ganz dem kreativen Schaffen und dem Kunstmarkt zu widmen. Viele Frauen haben auch noch einen anderen Job, um Geld zu verdienen. Die Gefahr für die Frauen ist groß, dass sie aus dem Kunstmarkt rausfliegen – und dann ist es schwierig für sie, wieder einzusteigen.“

Der Kunstsupermarkt scheint von dieser Situation zu profitieren: Es bewerben sich mehr Frauen als Männer – und es werden auch mehr Frauen ausgestellt. Ausschlaggebend ist aber immer die Qualität der Arbeit. „Ob das Bild von einem Mann oder einer Frau stammt, spielt für unsere Kunden meines Wissens nach keine Rolle. Wir freuen uns, wenn weibliche Kunstschaffende nach der Mutterschaft über uns wieder in den Kunstmarkt zurückkehren. Und unsere Kunden freuen sich, wenn sie hochqualitative Arbeiten zu einem fairen Preis bekommen“, so Doujak. „Dieses Jahr ist der Anteil an weiblichen Neuvorstellungen

Ausgesuchte Werke

Der Kunstsupermarkt ist eines der größten Events für zeitgenössische Kunst in Österreich und lockt jedes Jahr vor Weihnachten und noch im Jänner in der Wiener Mariahilfer Straße mehr als 35.000 Besucher an. Die Präsentation der Kunstwerke von jungen Studierenden bis zu etablierten Kunstschaffenden und Professoren erfolgt zum einen in einer dynamischen, flächendeckenden Schau an den Wänden; zum anderen in überschaubaren speziell gefertigten Künstlerkisten. So kann sich der Kunde seine Favoriten an den Wänden aussuchen oder seine Auswahl an den Kisten treffen - und sich sein Bild sofort vom Kunstsupermarkt-Team rahmen lassen und mit nach Hause nehmen.

Mehr Infos

Kunstsupermarkt – Das Original in Österreich 13. Wiener Kunstsupermarkt vom 17.Oktober 2019 bis 25 Jänner 2020
Mariahilfer Straße 103, 1060 Wien, auf der Höhe der U3 Station Zieglergasse
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 11:00 bis 19:00 Uhr, Samstag von 10:00 bis 18:00 Uhr
Vernissage: Mittwoch, 16. Oktober 2019, ab 17:00 Uhr

Web: www.kunstsupermarkt.at