Zwei Drittel der Befragten gaben zudem an, im Ausland mehr Geld für die Verpflegung auszugeben als daheim. Doch welcher Küche halten Österreicher aber am meisten die Treue, wenn es nach dem Gesamteindruck geht? Die Reisesuchmaschine checkfelix.com präsentiert im folgenden Ranking die beliebtesten auswärtigen Küchen.

1. Italien

32% der Befragten gaben an, dass sie Pizza, Pasta und Antipasti allen anderen auswärtigen Küchen vorziehen. „Ich denke, das Geheimnis der traditionellen italienischen Küche ist ihre Einfachheit und die Tatsache, dass sie bis heute unverfälscht geblieben ist“, sagt Johanna Maier, Chefin des Gourmetrestaurants Das Maier.

Frische, Regionalität und Qualität stellen für die bisher erste und einzige Köchin, die vom Restaurantführer Gault-Millau mit Vier Hauben sowie vom Guide Michelin mit zwei Sternen ausgezeichnet wurde, die Hauptzutaten der Italienischen Küche. „Was gerne vergessen wird, ich aber besonders schätze, ist die Vielfalt an gewürzter Butter und Aufstrichen für Crostini, Canapés, Bruschetta und Tartine. Die Häppchen sind Teil der italienischen Aperitivo-Kultur, der kleine Bissen zum Drink oder um den Vorabend zu begrüßen. Gewürzte Butter - Pilzbutter, Gorgonzola-Butter, Fischbutter, Salbeibutter - verfeinert und aromatisiert aber auch Risottos, Gemüse, Fleisch und Fisch.“

2. Griechenland

Für 11% der Österreicher ist die griechische Küche das Maß aller Dinge, wenn es um auswärtige Küche geht. Neben den fleischigen Klassikern Gyros, Suzuki und Souvlaki sind die Speisen aus dem Land der Philosophen geprägt vom Verzehr von reichlich Gemüse, Meeresfrüchten und Oliven sowie den für diese Region typischen Kräutern und Gewürzen. Das Geschmacks-Erlebnis wird nicht zuletzt durch die griechische Geselligkeit beeinflusst: Die Esskultur des Landes besteht unter anderem daraus, große Mengen der Speisen auf dem Tisch zu platzieren, sodass jeder Gast sich reichlich bedienen kann.

„Die griechische Mahlzeit ist nicht Selbstzweck, sie ist vielmehr Vorwand und Anlass und Initialzündung der Geselligkeit, und sie glückt umso mehr, je gelungener der Anlass“, wie schon der Schriftsteller und Publizist Johannes Gaitanides anmerkte.

3. China

Die chinesische Küche zeichnet sich unter anderem durch ihre Vielfalt aus, da jede Region des Reiches der Mitte ihre eigenen Spezialitäten vorzuweisen hat: Während die Xiang-Küche besonders auf Schärfe setzt, ist die Lu-Küche besonders für Teigwaren, wie Nudeln oder Jiaozi, bekannt. Insgesamt betrachtet ist das Spektrum an Speisen der chinesischen Küche so breit gefächert wie das Land groß ist und deckt sowohl fleischhaltige wie auch -lose Speisen in Hülle und Fülle ab. Das gefällt vor allem 8% aller Österreicher, bei denen die chinesische Küche auf Platz eins der Beliebtheitsskala gelandet ist.

Neben in den hiesigen Breitengraden wohlbekannten Speisen wie der Pekingente oder unzähligen Variationen von Schweine-, Geflügel- oder Rindfleischgerichten werden in einzelnen Regionen Chinas auch Hühnerfüße und andere hier als untypisch geltende Zutaten verarbeitet – was die Zuneigung der Österreicher zur fernöstlichen Küche jedoch nicht schmälert.

4. Mexico

Feurig, schweißtreibend und rustikal: Manchen brennt schon die Zunge, wenn sie nur an die mexikanische Küche denken. Und das nicht zu Unrecht: Gerichte wie Mole Poblano und Chiles en nogada überzeugen einerseits durch ihren kraftvollen Geschmack und andererseits mit relativ einfacher Zubereitung. Das gefällt vor allem 4% aller Österreicher, die die mexikanische Küche ihr liebstes Kind nennen. Besonders beliebt ist neben Zutaten wie Mais und Bohnen auch Guacamole: Der Avocado-Dip wird besonders gerne mit Tortilla-Chips, zu Fleisch oder an Stelle von Saucen gegessen.

Wer bei mexikanischer Küche jedoch an Chili con carne oder Nachos denkt, dem sei gesagt, dass diese Speisen in Mexiko weitestgehend unbekannt sind: Sie sind nämlich amerikanischen Ursprungs und werden der sogenannten Tex-Mex-Küche zugeschrieben.

5. Frankreich

Die französische Küche gilt als eine der weltweit einflussreichsten Küchen. Für 3% der Österreicher stellt die Haute Cuisine sogar die beste ausländische Küche überhaupt dar. Neben der hohen Qualität ist sie vor allem wegen ihrer Vielseitigkeit weltberühmt: Käse, Wein, Croissants und Baguette bilden nur das Fundament des kulinarischen Eisbergs, der durch Flammkuchen, Crêpes, Crème Brûlée, aber auch durch Spezialitäten wie Schnecken, erst richtig Gestalt annimmt. Die französische Küche lebt zudem von feinen Aromen, nicht umsonst gelten die „Kräuter der Provence“ auch in hiesigen Küchen zum Grundinventar.

Eines der beliebtesten Nationalgerichte Frankreichs ist Coq au Vin: Unzählige, regionsabhängige Variationen des Geflügelgerichts haben die gemeinsame Eigenschaft, dass ein Hahn mitsamt allerlei Zutaten in Wein gekocht wird.