"Für eine sichere Fahrt sollte man einerseits genügend Zeit einplanen und andererseits unbedingt hochkonzentriert und angepasst fahren", sagt ÖAMTC-Verkehrspsychologin Marion Seidenberger. "Keinesfalls sollte man versuchen, die vom Navi vorausgesagte Ankunftszeit zu unterbieten – das erzeugt unnötig Stress und Gefahrensituationen."

Weitere Tipps im Überblick

Antizyklisch fahren

Da sich die Mehrheit der Urlauber samstags auf den Weg macht, ist man gut beraten, auf einen anderen Tag auszuweichen – sofern die Möglichkeit besteht.

Kinderbetreuung durch Beifahrer

Der Fahrer muss sich zu 100 Prozent auf das Verkehrsgeschehen konzentrieren. Die Betreuung der Kinder obliegt daher dem Beifahrer. Spielen und die Versorgung mit Snacks während der Fahrt heben die Stimmung und halten den Lenker frei. Für größere Kinder Kopfhörer oder Unterhaltungselektronik nicht vergessen – und auch an eine "volle" Powerbank denken. Ausgestattet mit Decken und genügend Proviant übersteht man so auch Verzögerungen gut gelaunt.

Kein Herumturnen

Am besten vereinbart man mit den Kindern vorab bestimmte "Spielregeln" für die Fahrt. Dazu gehört auch, dass jedes Kind einen eigenen Sitz mit passendem Rückhaltesystem hat und während der Fahrt ordnungsgemäß angeschnallt sitzen bleibt. Die Eltern sind dabei Vorbild: Sind sie angeschnallt, akzeptieren meist auch die Kleinen den Kindersitz.

Pausen einlegen

Das lange Sitzen überfordert Kinder. Sobald der Lautstärkepegel auf der Rückbank steigt, ist es Zeit für Bewegung auf einer Raststation oder am Parkplatz – mit sicherem Abstand zu an- und abfahrenden Fahrzeugen. Die Abwechslung macht die Kinder ruhiger bzw. schlafen sie bei der Weiterfahrt ein.

Beschilderung beachten

Wird man von der Autobahn runtergeleitet, sollte man sich unbedingt an die ausgeschilderte Umleitung halten und nicht auf eigene Faust Nebenstraßen befahren – diese sind meist schlecht geräumt. Straßen- und auch Pistensperren müssen ernst genommen werden. Bei Missachtung bringt man sich und andere sonst in Lebensgefahr.