„Meine Freunde sind ausgelöscht. Man wird mit mir anstellen, was man will.“ Diese und ähnlich nachdenklich stimmende Textzeilen begleiten Wanderer bei der Montafoner Theaterwanderung „Auf der Flucht“ in Gargellen. In theatralischen und tänzerischen Streiflichtern spürt das „teatro caprile“ Fluchtschicksalen während der NS-Zeit nach.

Schicksalhafte Szenen

Auf dem Weg Richtung Sarotlajoch wird damit ein düsteres Kapitel der Vergangenheit thematisiert, das auch in der heutigen Zeit noch aktuell ist. „Der begangene Wanderweg ist nicht zufällig gewählt. Es ist einer jener Orte, an dem sich genau solche schicksalhaften Szenen abgespielt haben“, erklärt Schauspielerin Katharina Grabher. Gemeinsam mit ihren Theaterkollegen spielt sie inmitten der Bergkulisse des Rätikon so nah am Publikum wie selten. Die Reaktionen sind deshalb oft sehr emotional. Wahrscheinlich auch deshalb, weil das Publikum immer wieder selbst Teil des Theaterstückes wird und zwischen der Täter- und Opferperspektive wechselt.

Mehr Informationen: montafon.at/theaterwanderung