Neue Wolkenkratzer, Shoppingmalls und Freizeitparks mit allen erdenklichen Attraktionen, Luxushotels an den feinen Sandstränden, neue Museen, ein nagelneues EXPO-Gelände, trendige Restaurants und Cafés – Dubai steht nie still. Es wird gebaut und eröffnet, was das Zeug hält, die Stadt wächst unbeirrt weiter.

„Die ‚Dubaianis‘ mögen es gerne shiny. Und wollen immer wieder was Neues erleben“, sagt dazu ein Vertreter des Tourismusbüros. Das kommt nicht nur den Emiratis zugute, sondern auch den vielen Expats – etwa 85 Prozent der Bewohner sind Ausländer - und natürlich den Urlaubern in der Glitzermetropole am Persischen Golf.

Gleichzeitig präsentiert die Stadt auch neue Facetten seiner verschiedenen Viertel. Und viele kleinere speziellere Projekte locken ein individuelles Publikum, das an Kunst, Kulinarik und Nachhaltiges interessiert ist, an. Kaffeeröstereien, Yogastudio, vegane Restaurants, Coworking, Start-ups, Graffiti - kaum ein internationaler Lifestyle-Trend, der nicht auch in Dubai eingezogen ist. Und wer das Besondere sucht, findet dies abseits großer Touristenströme.

Blick in die Weite und in die Zukunft

Den Burj Khalifa, mit 828m das höchste Bauwerk der Welt, und seine grandiosen Aussichtsplattformen haben schon viele Millionen Menschen besucht. Weniger hoch und noch relativ neu ist „Dubai Frame“ am Zabeel Park. Das rahmenförmige, goldglänzende Gebäude besteht aus zwei 150 Meter hohen Türmen, die mit einer fast 100 Meter langen, durchsichtigen Indoor-„Brücke“ verbunden sind. Neben den besonderen Ausblicken (z. B. nach unten) erleben die Besucher moderne, interaktive Technologien, mit denen sie Vieles über Geschichte, Entwicklung und mögliche Zukunft von dem Emirat erfahren.

Noch in Bau befindet sich „Ain Dubai“ auf der Halbinsel Bluewaters. Mit 210 Metern und 48 Kabinen ist es das größte Riesenrad der Welt – die Eröffnung ist für das erste Quartal 2021 geplant. Neu eröffnet wird 2021 auch das Museum of the Future, das architektonisch bereits für Aufmerksamkeit sorgt: oval mit offenem Zentrum, silberfarben und mit arabischer Kaligraphie auf der Fassade.

Traditionell, historisch…und trotzdem neu

Der Stadtteil Deira gehört zum „alten“ Dubai direkt am Dubai Creek, der Lebensader von Dubai. Wer Traditionelles bzw. Souvenirs kaufen möchte, ist an den Gold- und Gewürz-Souks, Ständen und Geschäften in den verwinkelten Straßen, die allerlei Haushaltswaren, Stoffe, Schals etc. anbieten, gut aufgehoben. Am Creek stehen nicht nur Schiffe, die nach wie vor Handelswaren in den Hafen bringen, sondern auch moderne Yachten, arabische Dhauen und kleine Holzboote mit Motor, die Abras, welche Gäste für 1 AED pro Fahrt auf die andere Seite des Creeks nach Bur Dubai bringen.

In Bur Dubai sind die ersten Siedlungen der Stadt aus dem 19. Jahrhundert ausmachbar. Die traditionellen, restaurierten Häuser mit Windtürmen im historischen Teil Al Fahidi dienen zumeist als Museen oder Galerien; etwa für die XVA Art Gallery, die auch ein Hotel mit 14 Zimmern, Restaurant und hübschem Innenhof, der gerne als Arbeitsplatz für „Digital Nomades“ genutzt wird, beherbergt.

Das Al Shindagha Museum, das in bisher zwei von 20 geplanten restaurierten Gebäuden Einzug gehalten hat, beschäftigt sich mit der rasanten Entwicklung und den Traditionen des Emirats, etwa im Rahmen der Multimedia-Show „Dubai Creek: Birth of a City". Das dazugehörige Perfume House macht die Geschichte der Düfte, die für die Bewohner große Bedeutung haben, lebendig.

Trendig und neu

Eine andere Seite von Dubai zeigt Al Quoz mit der Alserkal Avenue, das sich zu einem richtigen Szeneviertel gemausert hat. Ehemalige Fabriken und Lagerhäuser wurden seit 2009 zu Museen, Galerien, Ateliers, Lokalen, Yogastudio, Programmkino, Boutiquen etc. umgebaut. Gemeinsam mit Graffiti und öffentlichen Kunstwerken sowie NGO und Gemeinschaftsprojekten sorgt der Mix für Besucher aus der ganzen Stadt, die aufgeschlossen für internationale Trends sind.

Luxus am Strand

Ein Wahrzeichen von Jumeirah ist das Burj Al Arab Jumeirah, das ultraluxuriöse Hotel in Form eines Segels, 321 Meter hoch auf einer eignen Insel. Fein gespeist wird hier z. B. im Al Mahara Restaurant, in dem die Tische rund um ein Meeresaquarium platziert sind. Gegenüber am Festland befinden sich etwas bescheidenere Häuser der Jumeirah Hotelgruppe in Strandlage, wenn auch mit allem erdenklichen Komfort: Madinat Jumeirah bildet fast eine kleine arabische Stadt aus drei Hotels, Villen, Gärten, einem Kanalsystem, das mit Brücken und traditionellen Abras, die Anlagen verbindet (beliebtes Instagram-Motiv!), 50 verschiedenen Restaurants und Bars, Sport- und Wellnesseinrichtungen, Privatstrand sowie einem Souk. Die Gäste finden hier in gediegener Atmosphäre alle möglichen Annehmlichkeiten und viele ruhige Rückzugsbereiche.

Luxus in der Wüste

Ein nicht alltägliches Erlebnis ist eine Wüstentour. Dabei gibt es einige Anbieter, welche die Gäste mit Jeep in die Wüste und in ein Camp zum Dinner bringen. Elegantes Flair ohne Massen ist mit dem Sonara Camp garantiert. Die im Dubai Desert Conservation Reserve befindliche Anlage wird „ökologisch und mit Respekt vor der Wüste und dem Leben hier“ betrieben, wie die Gründerin, die Schweizerin Stéphanie Danial erklärt.

Kleine Zelte und Baldachins, dezente Musik und Unterhaltungsprogramm, Cocktails, Weine und Snacks geben dem Sonnenuntergang zwischen den Dünen einen perfekten Rahmen. Danach geht es zum Dinner in den Restaurantbereich, der im geschmackvollen Design hervorragende französische-internationale Küche bietet. Ob in kleinen und größeren Gruppen oder Dinner zu zweit – Romantik unter Sternenhimmel ist garantiert.

EXPO2020 wird 2021

192 Teilnehmerländer hatten sich für die EXPO 2020, die ab Oktober 2020 am neuen EXPO-Gelände in Jebel Ali stattgefunden hätte, angemeldet. Die erste Weltexpo in der arabischen Welt und erste Veranstaltung aller Arabischen Emirate zusammen wurde auf das neue Datum 1. Oktober 2021 bis 31. März 2022 verschoben. Motto der Veranstaltung: „Connecting Minds, Creating Future” mit den drei Themenfeldern Nachhaltigkeit, Chancen, Mobilität“. www.expo2020dubai.com

 

Dubai KOMPAKT

Dubai: zweitgrößtes Emirat (von sieben) und gleichzeitig größte Stadt der VAE
Sprache: Arabisch, Englisch als Fremdsprache
Währung: 1 Dirham (AED) = 0,23 Euro
Zeitunterschied: +3h
Sicherheit & Einreise: Aktuelle Bestimmungen im Zusammenhang mit COVID-19 hier: www.bmeia.gv.at
COVID-19 Test mit negativem Ergebnis, nicht älter als 72 Stunden bei der geplanten Ankunft in den Emiraten, verpflichtend; keine Visumspflicht, nur Reisepass (zumind. 6 Monate gültig bei Einreise)
Klima: Warmes, tropisches Klima, in Winterzeit von Oktober bis Mai Temperaturen zwischen 20 und 35 Grad Kleidung &
Etikette: Badekleidung an Stränden, Pool, in Wasserparks und Wellnessbereichen erlaubt; eher konservative Kleidung in historischen Stadtvierteln und an religiösen Stätten (z. b. Moschee mit bedeckten Schultern, Armen und Knien, Bedeckung der Haare bei Frauen); Alkohol: wird in Einrichtungen mit Lizenz serviert (Hotels, Lounges, Clubs), Mindestalter 21 Jahre; Begrüßung: Handschlag ja; bei Frauen darauf achten, ob sie die Hand entgegen reichen; Trinkgeld: Kein Muss, jedoch willkommen

Hotels: z. B. Jumeirah Al Naseem, elegant, modern, tolle Restaurants; erwähnenswert: das vielfältige Frühstück; www.jumeirah.com
Wüstendinner im Sonara Camp: Dining, Bar Lounge, Übernachtungen im Nara Private Escape, www.nara.ae
Showprogramm: „La Perle“ in Al Habtoor City, Musik, Akrobatik, Aquabühne; Theater extra für diese Show gebaut; www.laperle.com

Flüge: Emirates fliegt nonstop von Wien nach Dubai, www.emirates.com; Flüge auch mit AUA/Lufthansa via Frankfurt oder Turkish Airlines via Istanbul

Infos zu Dubai: www.visitdubai.com

Die Reise von Christiane Reitshammer (www.textkitchen.at) nach Dubai erfolgte auf Einladung von Dubai Tourism, Jumeirah Hotels & Resorts und Emirates Airlines im Februar 2020.

Anmerkung/Aktualisierung, 22.9.2021: Der Artikel ist Anfang 2021 erschienen. Das Riesenrad "Ain Dubai“ auf der Halbinsel Bluewaters wird am 21. Oktober 2021 eröffnet; das Museum of the Future ist fertiggestellt und soll noch in diesem Jahr eröffnet werden.