Tag 1: Schmackhafter Auftakt

Im bequemen Nachtflug geht es direkt nach Penang, sechs Stunden beträgt der Zeitunterschied, bei der Ankunft ist es bereits Nachmittag. Unser Reiseführer, der sich als Louk vorstellt, klärt kurz auf, dass mit Penang auch Teile des gegenüberliegenden Festlands gemeint sind, „aber nur auf der Insel Penang findet man dieses kulturelle Erbe und koloniale Flair!“ - Freundlicher Empfang im feinen Hotel Shangri-La's Rasa Sayang Resort & Spa, mit kühlen Tüchern und einem fruchtigen Cocktail – willkommene Erfrischung bei den tropischen Temperaturen.

Beim Abendessen offenbart sich die große Bandbreite der lokalen Gastronomie: „Malaysias kulturelle Vielfalt spiegelt sich auch in den Speisen wider, speziell Penang ist berühmt für die sogenannte Nyonya-Cuisine, eine raffinierte Kombination aus chinesischer Küche mit vielerlei malaiischen Gewürzen und Zutaten“, schwärmt Louk und führt uns in ein typisches Lokal. Man fragt nicht, was wir essen möchten, es wird einfach aufgetischt, Schüsseln und Platten mit reichlich Gemüse, Nudeln, Shrimps, Huhn – manches ist schwer zu definieren und auch nicht zu übersetzen – macht nix, es schmeckt!

Tag 2: Multikulturelle Harmonie

Guide Louk holt uns ab zur Besichtigung von Georgetown, Hauptstadt der Insel Penang. Das historische Zentrum rund um den markanten Clock Tower zählt zum UNESCO Weltkulturerbe und lässt sich gut zu Fuß erkunden. Bedingt durch Geschichte und Handel hat sich auf Penang eine multi-ethnische Bevölkerung entwickelt, was in der sogenannten „Straße der Harmonie“ deutlich wird: Innerhalb kurzer Distanzen finden sich eine anglikanische Kirche, ein taoistischer Tempel, eine Moschee und ein Hindutempel.

Wie wohlhabende Händler im vorigen Jahrhundert hier lebten, wird in der prächtigen Pinang Peranakan Mansion sichtbar. Beeindruckend auch der prachtvolle Khoo Kongsi Tempel und die Häuser der Klans. Zwei Ecken weiter, in „Little India“, tauchen wir in eine andere Welt: bunte Lampions und geschäftiges Treiben in den Gassen, Frauen in bunten Saris, aus dem Tempel dringen Gebete und der Duft von Räucherstäbchen - man feiert Diwali, das hinduistische Lichterfest! Gleich nebenan, in der Armenian Street, sind Attraktionen neueren Datums zu bewundern: kreative Street-Art überall an den Hauswänden. Fotomotive ohne Ende!

Tag 3.1: Goldene Gottheiten

Es gäbe noch weit mehr zu sehen auf Penang Island, doch wir verlassen nun die Insel über die 24 Kilometer lange South Bridge und reisen am Festland weiter. Ab heute ist Lingam unser Guide, er ist indischer Abstammung und lebt in Kuala Lumpur, unserem finalen Ziel. Ich bestaune die vorbeiziehende Landschaft mit ihrer reichen Vegetation, Plantagen mit Mangobäumen und anderen exotischen Obstsorten, dichte Ölpalmenwälder kilometerweit. Im Hinterland grüne Hügel und Berge mit bizarren Kalksteinfelsen, in einem davon befinden sich die berühmten Batu Caves: „Ein nationales Heiligtum und der wichtigste Wallfahrtsort für malaysische Hindus“, erklärt Lingam. Blickfang ist die monumentale Gold-Statue des Hindugottes Muragan, der über den Tempelplatz und den Eingang zu den Grotten wacht. Der Aufstieg über die insgesamt 272 Stufen ist zwar schweißtreibend, aber jedenfalls lohnenswert.

Tag 3.2: Freche Affen

Nachmittags sind wir zur traditionellen Teestunde geladen: Lingam geleitet uns zum exquisiten „The Banjaran“, ein elegantes Hideaway und Spa Resort, natürlich eingebettet in die tropische Vegetation. Auf der schattigen Terrasse wird „British Teatime“ zelebriert, ein riesiger Plüsch-Tiger schaut dabei zu – ein netter Gag, oder? „Nicht nur“, lacht unsere elegante Gastgeberin, „wir befinden uns ja praktisch im Dschungel, und um die frechen Affen abzuschrecken, haben wir auf allen Terrassen lebensgroße Plüsch-Tiger platziert, das wirkt!“

Tag 4: Malakka mit Hello Kitty

Noch ein weiteres UNESCO-Weltkulturerbe steht am Programm: Melaka (Malakka), der vormals bedeutendste Hafen an der Seestraße von Malakka und älteste Stadt Malaysias. Portugiesen, Holländer und Briten herrschten hier abwechselnd, auch viele geschäftstüchtige Chinesen ließen sich ebenda nieder. Das sichtbare Resultat ist eine unvergleichliche Mischung aus kolonialer und chinesischer Architektur. Unser Rundgang startet im Zentrum der Altstadt, mit den markanten roten Bauten der Holländer, dann über den Dutch Square in die Jonker Street mit schönen, pastellfarbenen Häusern im holländisch-chinesischen Stilmix, weiter zum mystisch anmutenden Cheng-Hoon-Teng Tempel, laut Lingam der älteste chinesische Tempel des Landes.

Lustig finde ich die unzähligen Rikscha-Fahrer mit ihren schrill dekorierten Fahrzeugen, eine ganze Rundfahrt will ich nicht machen, aber für ein Erinnerungsfoto darf ich kurz im Hello Kitty-Gefährt Platz nehmen.

Tag 5: K.L. aus luftiger Höhe

Kuala Lumpur ist eine Stadt der Kontraste: auf den ersten Blick eine typisch asiatische Metropole, mit moderner Skyline und riesigen Einkaufstempeln, verkehrsreich und laut. Bis uns Lingam ins historische Zentrum führt: „Hier am Klang River hat die Stadt ihre Anfänge genommen“, schildert unser Guide, „und unter Einfluss der früheren Herrscher und dem damaligen Trend entsprechend entstanden diese bemerkenswerten Bauten.“ Prächtig ist der ehemalige Hauptbahnhof im maurischen Stil, typisch britisch im schwarz-weißen Tudor-Stil der Royal Selangor Club, dann ein weiterer maurischer Palast in strahlendem Weiß, früher Sitz der Kolonialregierung; einzigartig die alte Freitagsmoschee aus rotem Backstein mit weißer Umrandung.

Schade nur, dass viele dieser architektonischen Schätze im Schatten riesiger Hochhäuser stehen. Aber der Kontrast hat auch was. Natürlich wollen wir auch Kuala Lumpurs Wahrzeichen, die Petronas Zwillingstürme und den KL-Tower, sehen oder gar besteigen – Lingam hat dafür einen Insider-Tipp: Nach dem Abendessen bringt er uns zur „Heli Lounge Bar“, ein Hubschrauberlandeplatz am Dach eines Hochhauses, wo wir bei Club-Sounds und coolen Drinks eine spektakuläre Perspektive auf die markanten Türme und die nächtlich beleuchtete Skyline genießen – ein toller Ausklang!

Malaysia Kompakt

Anreise

Qatar Airways fliegt 2x täglich Wien - Doha mit Anschlüssen nach Kuala Lumpur, sowie 4x wöchentlich ab Wien via Doha nach Penang; die mehrfach ausgezeichnete Airline wird ab Oktober 2019 auch die malaysische Insel Langkawi anfliegen (4x wöchentlich ab/an Doha) Condor bietet neuerdings ab Frankfurt Nonstop-Flüge nach Kuala Lumpur: 2x wöchentlich (im Sommer) bzw. ab November 3x pro Woche

Klima

Malaysia hat tropisches Klima, Temperaturen ca. 24-33°C, hohe Luftfeuchtigkeit; zwischen Oktober/November und Februar/März bestimmt der Monsun das Wetter, oft mit Gewittern und kurzen, heftigen Schauern

Unterkunft

Shangri-La Hotels & Resorts in Penang und Kuala Lumpur, sowie in vielen weiteren Destinationen, moderne Top-Hotellerie mit asiatischem Flair; in Georgetown/Penang gibt es auch schöne Boutique-Hotels im Kolonialstil

Highlights

Georgetown: Die Hauptstadt der Insel Penang hat sich ihren kolonialen Charme bewahrt, das historische Zentrum der Stadt wurde zum UNESCO Weltkulturerbe deklariert; die multi-ethnische Bevölkerung und eine junge, hippe Kulturszene verleihen der Stadt eigenen Charme

Melaka (Malakka): Die älteste Stadt Malaysias, vormals wichtiger Handelshafen, besticht mit ihrer ebenso UNESCO-geadelten Altstadt mit Kolonial-Flair Batu Caves: wichtigste Kultstätte für malaysische Hindus. Über die mystischen Höhlen wacht eine monumentale Gottheit ganz in Gold

Kuala Lumpur (K.L.): Die asiatische Boom-Town mit moderner Skyline birgt im Zentrum sehenswerte architektonische Schätze aus der Kolonialzeit; die markanten Petronas Twin-Towers und der KL-Tower als moderne Wahrzeichen der Stadt bieten jeweils Aussichtsplattformen mit atemberaubendem Panoramablick

Preisbeispiel „Höhepunkte Malaysias“ von Dertour: 9-tägige Busreise ab Kuala Lumpur – Malakka – Kuala Lumpur – Cameron Highlands – Penang, Reisetermin z.B. 21.10.19 inkl. Flug ab/bis Wien p.P. ab 2.029 EUR

Allgemeine Info Tourism Malaysia: www.malaysia.travel/de-de/de

Martha Steszl war auf Einladung von Qatar Airways, Tourism Malaysia und Shangri-La Hotels in Malaysia unterwegs.